Einladung 29. IZS: Gefährliche Medizin
Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen
Es freut mich sehr, Sie zum 29. Interdisziplinären Zürcher Symposium ins Hotel Park Hyatt nach Zürich einladen zu dürfen. Die Fortbildung vom 23. September 2010 wird sich mit dem Thema «Gefährliche Medizin» auseinandersetzen.
Die Medizin ist ein kaum überschaubarer Markt geworden: Laufend werden neue Arzneimittel, medizinische Geräte, Operationsmethoden und Analyseverfahren entwickelt, die möglichst rasch gewinnbringend verkauft werden müssen. An Spitäler, an die Ärzteschaft und letztendlich an unsere Patienten. Dabei ist der Nutzen vieler Innovationen umstritten. Oftmals bergen sie auch Gefahren.
Bereits heute werden in der Medizin die Risiken im Rahmen erfolgreicher interdisziplinärer Behandlungsstrategien ausgereizt. Dessen ungeachtet verlangen viele Patienten, dass sie nach den neusten Methoden behandelt werden. Das Ganze – selbstverständlich – ohne jedes Risiko.
Die Patienten wiegen sich in Sicherheit. Sie vertrauen uns, dem wissenschaftlichen Fortschritt und auch den Überwachungsbehörden. Wenn das gewünschte Behandlungsziel jedoch nicht erreicht wird, stehen wir Ärzte sofort im Schussfeld von Patientenorganisationen, Anwälten und Politikern. Dabei steht fest: nur nicht Behandeln ist nicht gefährlich – was für den Patienten wiederum gefährlich ist. Ein Dilemma ...
Der Erfolg der heutigen komplexen und risikoreichen Behandlungen basiert auf einer akkuraten Abklärung unserer Patienten vor dem Eingriff. Nur das Einhalten von klar definierten Behandlungspfaden und das sorgfältige Abwägen von Nutzen und Risiken führen zu guten Ergebnissen und damit zur Zufriedenheit aller.
Um Ihnen, geschätzte Kollegen und Kolleginnen, solche zum Teil schwierigen Entscheidungsfindungen in Ihrer täglichen Praxis einfacher zu machen und näher zu bringen, haben wir einen spannenden Abend mit hoch qualifizierten Referenten organisiert. Dabei ist es mir ein grosses Anliegen, dass ethische und menschliche Aspekte genauso wie harte juristische und klare medizinische Fakten gegeneinander abgewogen und diskutiert werden können.
Ich hoffe, Sie nehmen meine Einladung an, und freue mich, Sie beim Apéro riche im Anschluss an die Fortbildung persönlich kennenzulernen.
Mit besten Grüssen
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Prof. Claudio A. Redaelli
Wissenschaftlicher Leiter, Initiant und Organisator


